Kultur
Der Islam ist heute in Malaysia Staatsreligion und jeder Malaie und jede Malaiin ist nach der Verfassung Muslim/in. Insgesamt sind etwa 60% der Malaysier Muslime. Der Islam ist ein Erbe arabischer und indischer Händler und Kaufleute, die ihn vor mehreren hundert Jahren nach Malaysia brachten.
Heute ruft der Muezzin die Gläubigen fünfmal am Tag zum Gebet und es gibt kaum einen Ort auf der Halbinsel Malaysia, wo der Ruf nicht zu vernehmen ist. Das beginnt morgens um kurz nach 6 Uhr und endet abends gegen 20.30 Uhr. Die prächtige, weiße Moschee Sultan Abu Bakar in Johor Bahru, deren Bau im Jahre 1900 fertig gestellt wurde, und die Blaue Moschee in Shah Alam, auch Sultan Salahuddin Abdul Aziz Moschee genannt, gehören wohl zu den schönsten ihrer Art.
Vermischte Kulturen
Ein Beispiel für den Beitrag der Immigranten zur komplexen kulturellen Vielfältigkeit sind die ersten Siedler aus China, die sich in Malakka und in benachbarten Orten niedergelassen hatten. Sie haben Teile der malaiischen Tradition und Kultur übernommen und mit ihrer eigenen Kultur vermischt. Die eine oder Heirat zwischen den Bevölkerungsgruppen tat ein Übriges. Die heute als Babas oder Nonyas bekannten Gruppen haben eine eigene neue Kultur geformt. Wer nach Malakka geht, sollte nicht versäumen, in einem der Nonya-Restaurants zu speisen.
Kulinarisches Malaysia
Essen spielt in Malaysia eine wichtige Rolle. Wenn Sie eine malaiische Familie besuchen, wird die erste Frage unmittelbar nach der Begrüßung sein: ‚sudah makan?' (Hast du/Haben Sie schon gegessen?). Die Frage ist eher rhetorisch zu verstehen, denn jetzt wird zuerst einmal gegessen. Hier drei typische lokale Gerichte: Roti Canai, Nasi Lemak, Rojak und Kway Teow.
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